Kaffeerösterei Bern

Unsere Rösterei

Der Duft von Kaffee in der Luft

In unserem Hauptstandort an der Güterstrasse 6 wird mehrmals wöchentlich frischer Kaffee geröstet. Neben unserer Hausmischung werden auch die Terroir-Kaffees von Blasercafé auf unserem Ghibli Trommelröster geröstet. Jeden Mittwoch kannst du unseren Röstmeister/-innen bei ihrem Handwerk über die Schultern schauen. Was beim Röstprozess mit dem Kaffee passiert und wieso es in unserem Lokal jeweils so gut riecht, erfährst du im folgenden Text.

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Was passiert beim Rösten?

Jeder, der schon mal die grünen Bohnen des Rohkaffees in der Hand gehalten und daran gerochen hat, stellt fest: Kaffee entfaltet seinen Duft und sein Aroma erst beim Rösten. Unter dem Begriff Rösten versteht man im Allgemeinen das trockene Erhitzen ohne Wasser und Fett. Beim Rösten von Kaffee beeinflusst die Wahl des Röstprofils den späteren Geschmack, Aromen und Balance des Kaffeegetränkes. Das Röstprofil setzt sich aus dem Verlauf der Temperatur und der Röstdauer zusammen. Es beschreibt, wann die Bohnen wie stark erhitzt werden. So kann auch bei der gleichen Röstfarbe (hell bis dunkel), der Kaffee in der Tasse je nach Röstprofil sehr unterschiedlich schmecken. Beim Rösten treten nämlich viele chemische und physikalische Reaktionen auf, die geschmacksgebend sind:

  • Die Zahl der Aromastoffe wächst von etwa 300 auf 800 bis 1000, neue Säuren und Bitterstoffe werden gebildet.
  • Kohlenhydrate karamelisieren – dadurch ändert sich die Farbe von grünlich zur braunen Kaffeebohne.
  • Unverändert bleibt der Koffeingehalt.
  • Wasser verdunstet und die Kaffeebohnen verlieren bis zu 20 % an Gewicht.
  • Ähnlich wie beim Rösten von Mais zu Popcorn erfolgt ein Aufknacken des Kaffees – die Bohne wird grösser.


Nach dem Rösten wird der Kaffee mit Umgebungsluft (bei kleineren Röstmengen, sogenannten Chargen) oder mit Wasser (bei grösseren Chargen) abgekühlt. Durch das Kühlen wird der Röstprozess rasch und kontrolliert beendet, damit die Reaktionen innerhalb der Kaffeebohnen gestoppt werden.

Der Röstgrad wird optisch anhand der Bohnenfarbe eingeteilt – von hell über mittel zu dunkel. Beim Entscheid über den Röstgrad wird einerseits der Charakter des Rohkaffees oder der Mischung, aber auch das später zubereitete Getränk berücksichtigt.